Ein digitales Portal für Arztpraxen ermöglichte Patienten, Termine zu buchen und Vorabinformationen einzureichen. Auf dem Desktop funktionierte das gut. Auf Mobilgeräten brachen viele Nutzer den Prozess mitten im Formular ab.
Wo genau das Problem lag
Durch Sitzungsaufzeichnungen ließ sich erkennen: Nutzer tippten in ein Textfeld, die Tastatur erschien, und das Formular verschob sich so, dass der Weiter-Button außerhalb des sichtbaren Bereichs verschwand. Viele Nutzer scrollten kurz, fanden den Button nicht sofort und gaben auf.
Das ist ein klassisches Problem beim responsiven Design: Ein Element funktioniert auf großen Bildschirmen einwandfrei und wird auf kleinen Bildschirmen zum Hindernis, ohne dass es auf den ersten Blick auffällt.
Was das Team unternahm
- Der Weiter-Button wurde fest am unteren Bildschirmrand verankert
- Die Anzahl der Felder pro Seite wurde auf drei begrenzt
- Pflichtfelder wurden visuell klar markiert, bevor der Nutzer mit dem Tippen beginnt
Was Einsteiger daraus mitnehmen
UX-Probleme auf Mobilgeräten sind oft nicht gestalterischer Natur, sondern technisch-räumlicher Art. Wer UX lernt, sollte frühzeitig verstehen, dass Layout und Interaktion auf kleinen Bildschirmen andere Regeln folgen als auf dem Desktop. Beobachten, testen, anpassen, das ist der Kern der Arbeit.